Die Stahlproduktion am Traditionsstandort in Duisburg geht weiter: Der Salzgitter-Konzern hat die Hüttenwerke Krupp Mannesmann (HKM) als 100-prozentige Tochter übernommen und macht das Hüttenwerk nun fit für die Zukunft. Zuvor hatten die beiden bisherigen Mitgesellschafter Thyssenkrupp Steel Europe und Vallourec angekündigt, sich aus dem gemeinsamen Joint Venture zurückziehen zu wollen.
Die Salzgitter AG baut den Standort nun schrittweise für die grüne Stahlproduktion um – als integralen Bestandteil der Transformations- und Dekarbonisierungsstrategie des Konzerns. Zentrale Maßnahme ist dabei die zwischenzeitlich angestoßene Investition in einen Elektrolichtbogenofen, die von Bund und Land NRW mit 200 Millionen Euro gefördert wird. Sie trägt dazu bei, den Standort zukunftsfähig zu machen und die CO2-Emissionen langfristig um rund 90 Prozent zu senken.
Schließung verhindert
Um die Schließung des Standortes zu verhindern, wird das Hüttenwerk wirtschaftlich neu ausgerichtet und die Kapazitäten an aktuelle Marktbedingungen angepasst. Dafür wird die Rohstahlmenge auf zwei Millionen Tonnen pro Jahr reduziert. Geplant ist zudem, dass statt aktuell rund 3000 langfristig nur noch etwa 1000 Menschen bei der HKM beschäftigt sind. Diesen notwendigen Umbau gestaltet der Konzern verantwortungsvoll und sozialverträglich im engen Dialog mit den Arbeitnehmervertretungen.
„Hier wird industrielle Kompetenz nicht nur erhalten, sondern ausgebaut und zukunftsfähig gemacht.“
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CEO der Salzgitter AG