Nächster Sprung: Auf in die Gastronomie

Künftig will sich Gage Roads vor allem in der Gastronomie ein weiteres Vertriebsstandbein aufbauen. Dabei spielt das Keg als Gebindeform eine Schlüsselrolle. Mittelfristig möchte Gage Roads diesen Anteil von bisher 1 Prozent auf über 40 Prozent steigern. Es steht für Heary nämlich außer Frage, dass der »Markenauf- und  ausbau in besonders starkem Maße« in der Gastronomie stattfindet. Mit anderen Worten: Wer in seiner Kneipe auf den Geschmack kommt, hält dem Bier auch als Käufer im Laden die Treue.

Entsprechend legt Gage Roads seit der Firmengründung in jeder Hinsicht großen Wert auf höchste Qualität in Verbindung mit dem einzigartigen Charakter seiner Bierspezialitäten. Dafür setzt man auf die Professionalität der Mitarbeiter, beste Rohstoffe und selbstverständlich auch auf erstklassige Technologie, wenn es rund um die Abfüllung der Produkte geht.

Der Außenreiniger ist konsequent von Innenreinigungsstationen und Füllprozess getrennt
Schutztüren: Der Außenreiniger ist konsequent von Innenreinigungsstationen und Füllprozess getrennt.

Die australische Redensart »Good things come to those who wait« passt eigentlich auch bei der Gage Roads Brewing Company: Alles fing erst einmal langsam an. Und das kam so: Bill Hoedemaker und Peter Nolin gehörten 2002 bereits zu den höchstdekorierten Braumeistern Australiens, als sie sich entschlossen, ihre eigene Brauerei zu gründen. Sie nahmen noch Bills Bruder John mit ins Boot, der unternehmerische Erfahrung mitbrachte. Das Bier-Trio war entschlossen, natürliche Biere nach höchsten Qualitätsmaßstäben zu brauen – und zwar nach Originalrezepten, die speziell auf das Klima und die Lebensart Australiens zugeschnitten waren.

Sie begannen in einer ehemaligen Butterfabrik in Fremantle – einer Stadt mit 50.000 Einwohnern südlich der Hafenmetropole Perth. Sie benannten die neue Firma nach Gage Roads, einem Kanal, der sozusagen vor der Haustür im Indischen Ozean liegt. Drei Jahre später kam ihr erstes Bier – Pure Malt Lager – in die Geschäfte Westaustraliens. Seither ist das Angebot stetig gewachsen. Doch erst durch eine Zusammenarbeit mit dem größten Spirituosenhändler des Landes, Woolworths, der auch in das Unternehmen investierte, stiegen die Umsätze ab 2009 stark an.

Heute ist Gage Roads mit einer Jahresproduktion von etwa 180.000 Hektolitern pro Jahr – nur ein Jahrzehnt nach dem Verkaufsstart – eine der größten unabhängigen Brauereien Australiens und die viertgrößte insgesamt. Neben 30.000 Hektolitern eigener Marken produziert das Unternehmen die übrigen 150.000 Hektoliter im Auftrag anderer Brauereien.

Bei allem muss man wissen: Der Trend zu kleineren, unabhängigen Brauereien – so genannten Craft Breweries – setzte in Australien erst mit Verzögerung ein. Nachdem die Mikrobrauereien in den USA bereits in den 1980er Jahren Fuß fassten, gerieten sie in Australien erst im neuen Jahrtausend zum Renner – dafür wuchs ihr Anteil am Gesamtabsatz aber auch vergleichsweise rasch an.

Zweifellos gehört Gage Roads dabei zu den Pionieren. Für Aaron Heary, den Chief Operating Officer des Unternehmens, »ist es durchaus vorstellbar, dass Craft-Biere mittel- bis langfristig um die zehn Prozent am australischen Biermarkt erreichen.« Dabei möchten die Wegbereiter von der Westküste selbstverständlich weiterhin eine führende Rolle spielen. Seine Biere vertreibt Gage Roads derzeit zwar in Getränkemärkten im ganzen Land und exportiert sie sogar auch in kleinen Mengen nach Asien, aber Schwerpunkt soll weiterhin der Heimatmarkt bleiben. 

Der Entscheidung für Keg-Technik von KHS ging daher auch eine gründliche Sondierung voraus. »Wir studierten alle in der Fachpresse verfügbaren Artikel zu dieser Maschine und führten zahlreiche Gespräche mit versierten Technikern der Braubranche«, berichtet Aaron Heary. »Außerdem nahmen wir das während der drinktec 2013 am KHS-Stand ausgestellte Exponat – die Kompaktlösung Innokeg CombiKeg – genauestens unter die Lupe.« 

Hier räumten die KHS-Fachleute nun letzte Zweifel aus. Heary resümiert: »Dank der Investition in die Innokeg CombiKeg füllen wir unser Bier nun besonders sauerstoffarm und somit in bester Qualität ab.« Diese Lösung entsprach also genau den Wunschvorstellungen. Kurz darauf trat das Messeexponat seine lange Reise um die halbe Welt an. Fertig verrohrt und verkabelt lieferte KHS es im Container bei Gage Roads an, woraufhin die Anlage schnell aufgebaut, angeschlossen und in Betrieb genommen war.

Keg-Technologie von KHS: ­Überzeugendes Konzept

Neben den Leistungsmerkmalen (siehe unten: Zukunftssprung) und der hohen Qualität der KHS-Anlage überzeugten Gage Roads insbesondere folgende Pluspunkte:

  • Kompakt: Da Aus- und Einlauftransporteur nebeneinander angeordnet sind, ist die Innokeg CombiKeg nicht nur platzsparend, sondern lässt sich zudem von nur einer einzigen Person bedienen.
  • Nachhaltig: Die Anlage bereitet beispielsweise Wasser aus der letzten Heißwasserspritzung für die Vorreinigung nachfolgender Kegs sowie für die Außenreinigung wieder auf. Neben einer reduzierten Abwassermenge spart Gage Roads gleichzeitig frisches Wasser und Energie. 
  • Präzise: Das DFC-Füllsystem (Direct Flow Control) stellt sicher, dass die Kegs weder über- noch unterfüllt sind – ebenfalls ein entscheidender Qualitäts-und Kostenfaktor.

Nach einigen Monaten im praktischen Betrieb ist Aaron Heary mehr denn je davon überzeugt, »mit der Innokeg CombiKeg exakt die richtige Entscheidung getroffen zu haben, auch was die Robustheit des Systems angeht«. Gerade in Westaustralien, sozusagen »am Ende der Welt«, müsse »eine Anlage in allererster Linie funktionieren und über ihre gesamte Lebensdauer hinweg laufen, laufen, laufen. Wenn sie dann noch die weiteren genannten Vorteile einer Innokeg CombiKeg aufweist, ist alles perfekt.«

Weichenstellung: Mittel- bis langfristig will Gage Roads 40 Prozent der Eigenmarken im Keg abfüllen.

Zukunftssprung: Zeit der Expansion

Letztlich ist die Innokeg CombiKeg auch für die ambitionierten Expansionspläne des Unternehmens entsprechend ausgelegt: Sie kann unterschiedliche Keg-Größen befüllen, von 10 bis 58 Liter Fassungsvermögen. Interessant: Bei den Australiern ist das 50-Liter-Stahl-Keg der Favorit – aus ganz pragmatischen Gründen: Ab einer Abfüllmenge von 48,5 Litern winken Steuervorteile. Auch die Kapazität der Linie von bis zu 80 Kegs pro Stunde reicht selbst »bei optimistischen Einschätzungen unseres künftigen Absatzes für alle Zeiten aus«, meint Heary.

Gage Roads hat sich das Ziel gesetzt, die Produktion in den nächsten Jahren weiter zu steigern. Vor allem im Bereich der Lohnbrauerei – dem Standbein, mit dem Gage Roads den wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens und damit auch seiner Eigenmarken sichert – sind deutliche Zuwächse geplant. Denkbar sei auch die Lizenzproduktion ausländischer Marken. »Dabei bleiben wir aber unserer kompromisslosen Qualitätsstrategie in jeder Hinsicht treu«, gelobt Aaron Heary. Auf KHS als treuen Wegbegleiter dieses Aufstiegs kann er sich dabei auf jeden Fall verlassen. Good things come to those who wait.

Ihre Ansprechpartner zu dem Thema

Frank Hollmann
Head of Market Zone Asia Pacific
KHS GmbH, Bad Kreuznach

Telefon: +49 671 852-2888
E-Mail: frank.hollmann@khs.com

Rainer Deutschmann
Director Global Product Account Management Kegging
KHS GmbH, Bad Kreuznach

Telefon: +49 671 852-2977
E-Mail: rainer.deutschmann@khs.com

Kurt Hofmann
Managing Director KHS Pacific Pty. Ltd.
Tullamarine, VIC, Australien

Telefon: +61 3 9335-1331
E-Mail: kurt.hofmann@khs.com