Wehrhafter Stahl
Sicherheitsstähle des Salzgitter-Tochterunternehmens Ilsenburger Grobblech sind von der Bundeswehr für den Einsatz im militärischen Bereich zugelassen worden, beispielsweise in Fahrzeugen oder in Schutzsystemen.
Früh hat die KHS-Konzernmutter Salzgitter AG erkannt, dass Sicherheit und Stahl untrennbar miteinander verbunden sind. Deshalb wurden bei der Konzerntochter Ilsenburger Grobblech unter der Marke „Salzgitter Defence“ Grundlagen für die Erzeugung von Hochleistungsstählen geschaffen. Diese schützen Menschen und Infrastruktur – beispielsweise in gepanzerten Fahrzeugen, sicheren Transportsystemen oder baulichen Schutzlösungen. Mit dem entsprechenden Ausbau ihres Portfolios reagiert die Salzgitter AG auf den steigenden Bedarf im Sicherheits- und Verteidigungssektor.
Im Laufe des Jahres 2025 wurden nach mehr als zweijähriger Prüfung durch die Bundeswehr die Sicherheitsstähle SECURE 500® in den Abmessungen 6–25 mm sowie SECURE 450® in den Abmessungen 6–20 mm für den Einsatz bei der Bundeswehr zugelassen. Damit kann das Unternehmen nun mehr als die Hälfte des Stahlbedarfs vieler militärischer Fahrzeuge direkt aus Ilsenburg decken – mit Stählen, die bisher hauptsächlich importiert werden mussten.
„Wir sehen uns in der Verantwortung, mit Sicherheits- und Panzerstählen unseren Beitrag zur Verteidigungsfähigkeit unserer Gesellschaft zu leisten.“
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Leiter Konzernkommunikation, Salzgitter AG
Hochfeste Stähle
Während der intensiven Prüfung wurde insbesondere das Verhalten unter Beschuss und Sprengung sowie die Schweißbarkeit untersucht. Die Zulassung bestätigt die hohe Qualität und Zuverlässigkeit des Stahls und unterstreicht die Kompetenz der Salzgitter AG als Partner für anspruchsvolle wehrtechnische Anwendungen. Voraussetzung für den Schutz gegen ballistische Bedrohungen ist eine hohe Härte des Stahls. Je höher die Härte, desto besser ist das ballistische Schutzvermögen. Extrem feste Stähle mit herausragender Oberflächenqualität und Maßhaltigkeit können in Ilsenburg dank einer hochmodernen Wärmebehandlungsanlage erzeugt werden.
Im Rahmen der Prüfungen wurden insbesondere das Verhalten der Stähle unter Beschuss und Sprengung sowie die Schweißbarkeit untersucht.
Beitrag zur Verteidigungsfähigkeit
„Europa braucht eine resiliente Verteidigungsindustrie – und die braucht hochwertigen Stahl aus heimischer Produktion“, betont Gunnar Groebler, Vorstandvorsitzender der Salzgitter AG. „Ohne einheimische Stahlproduktion gibt es keine Sicherheit. Eine starke heimische Grundstoffindustrie ist unverzichtbar für echte Wehrhaftigkeit.“
„Als Stahl- und Technologiekonzern sehen wir uns in der Verantwortung, mit Sicherheits- und Panzerstählen unseren Beitrag zur Verteidigungsfähigkeit unserer Gesellschaft zu leisten“, ergänzt Thorsten Möllmann, Leiter der Konzernkommunikation.