Zuweilen haben auch sagenhafte Erfolgsstorys einen eher gewöhnlichen Anlass. Wir schreiben das Jahr 1862 und befinden uns im australischen Adelaide. Als die Frau des Schuhmachers und Steinmetzes Thomas Cooper erkrankt, empfiehlt der Arzt der jungen Frau, hin und wieder ein Bier zu trinken. Das täte der Gesundheit gut. Doch Bier gab es im Down Under jener Tage nur sehr selten. Was also tun? 

Der ebenso tatkräftige wie kreative Ehemann Thomas braut mit einem Rezept seines englischen Schwiegervaters kurzerhand das Bier einfach selbst. Dieses schmeckt so gut, dass Cooper Gefallen an der Sache findet und sich fortan als Hausbrauer betätigt. Und das mit so viel Zuspruch, dass er 1881 eine kleine Brauerei gründet.

Heute führt Familie Cooper die insgesamt drittgrößte Brauerei des Kontinents in fünfter Generation und zugleich die einzige australische Brauerei, die sich zu 100 Prozent in Familienbesitz befindet. Und wie es für nahezu alle konsequent geführten Inhaberunternehmen typisch ist, denkt man bei Coopers weitsichtig: Bereits in den 1960er Jahren sammelte das Unternehmen erste Erfahrungen mit KHS-Fülltechnik, die 30 Jahre lang hervorragende Dienste leistete. Erst 1996 übernahm ein mechanisch gesteuerter Hochleistungsfüller von KHS mit beachtlichen 100 Füllstellen den Job.

Es folgte ein deutliches Absatzwachstum: von 150.000 Hektolitern 1996 über 270.000 Hektoliter im Jahr 2001 bis zu 750.000 Hektoliter im Jahr 2013. Parallel investierte Coopers weiterhin in KHS-Lösungen, wie zum Beispiel eine komplette Keg-Linie, ein modernes Abfüllsystem sowie eine Etikettiermaschine und einen Wrap-Around-Packer. 

Erfolg gegen den Trend

Managing Director Dr. Tim Coopers bringt die unmittelbaren Vorteile auf den Punkt: »In den vergangenen 20 Jahren stieg unser Umsatz um durchschnittlich 9,8 Prozent im Jahr. Für die kommenden zehn Jahre rechnen wir mit etwa 7 Prozent.« Das ist umso mehr eine beachtliche Erfolgsgeschichte, wenn man bedenkt, dass der Bierkonsum pro Kopf in Australien seit den 1970er Jahren von 140 Litern auf heute rund 75 Liter gesunken ist und sich damit fast halbiert hat. Die Strategie zahlt sich somit für Coopers aus, unverfälschten Geschmack in bester Qualität anzubieten – und das seit Generationen tief verwurzelt in Down Under. Mit der Botschaft »Australian made, Australian owned«, die sich auf allen Coopers-Etiketten und -Verpackungen wiederfindet, trifft das Unternehmen den lokalpatriotischen Nerv der Bierliebhaber und fördert somit den erfolgreichen Absatz seiner Produkte vor allem im eigenen Land.

Neue Glasabfüllanlage
Neue Glasabfüllanlage: Ermöglicht der Brauerei Coopers einen höheren Ausstoß Ihrer Produkt-Bestseller im Markt.

Um der Nachfrage weiter gerecht zu bleiben, war eine weitere Investition in eine Glasabfülllinie die logische Konsequenz. Aufgrund der guten Erfahrungen in der Vergangenheit baute Coopers erneut auf die Linienkompetenz von KHS, um die Top-Produkte künftig noch schneller in den Handel zu bringen. Dazu Nick Sterenberg, Operations Manager bei Coopers: »Wir können mit der neuen Anlage größere Produktionsmengen realisieren. Deshalb füllen und verpacken wir vor allem die Bestseller auf der neuen KHS-Hochleistungs-Glaslinie. Damit erreichen wir für alle Linien eine höhere Anlageneffizienz.« Die Anlage 

  • ist für 66.000 Flaschen pro Stunde ausgelegt,
  • verarbeitet drei Flaschengrößen (0,355-, 0,375- sowie 0,75-Liter) und 
  • arbeitet mit besonders niedrigen Betriebskosten.

Zudem planten die Fachleute von Coopers und KHS die Linie detailliert im Vorfeld, unter anderem mit einer 3D-Powerwall, die den Betrachter direkt in die Anlage hinein navigiert. Dazu gehörten eine Supervisor-Montage sowie umfangreiches Kundentraining vor Ort. »So konnten wir die Linie im Vorfeld besonders genau abchecken und Änderungswünsche noch gezielter umsetzen lassen«, lobt Sterenberg. Im Ergebnis präsentiert sich eine Linie mit vielfältigen Komponenten, die den hohen Anspruch von Coopers nach bester Qualität widerspiegeln: 

  • Entpalettierer das Schiebesystem bietet maximale Sicherheit beim Abräumen; Kunststoffplatten schonen das Produkt; geringste Glasverluste; hervorragende Performance.
  • Rinser-Füller-Block es gibt spezielle Rinsprogramme für sämtliche Produkte; Umstellen auf Knopfdruck am Bildschirm; Schnellfüllphase ermöglicht hohe Ventilleistungen; Druckfüllsystem sorgt für besonders sauerstoffarmes Abfüllen und niedrigen CO₂-Verbrauch.
  • Hochleistungs-Etikettierer er ist modulartig aufgebaut; verarbeitet bis zu 72.000 Flaschen/Stunde; äußerst flexibel; zuverlässig, bedienerfreundlich und robust; sehr lange Lebensdauer.
  • Packer – mit exakter Zuschnitt-Zuführung und großer Flexibilität; Palettierer ermöglicht genaueste Lagenvorbereitung; vierseitiges Zentrieren bewirkt perfektes und schonendes Palettieren.

Kurzum: Nick Sterenberg ist begeistert und lobt das erneut gute Zusammenspiel bei diesem Projekt: »Ganz wesentlich war für uns, dass wir über Jahrzehnte hinweg sehr gute Erfahrungen mit unserem KHS-Equipment und dem KHS-Service sammeln konnten. Gerade bei uns in Down Under sind robuste, zuverlässige Technik und sicherer, schneller Service entscheidend.« In diesem Sinne: »Bottoms up!«. 

Ihre Ansprechpartner zu dem Thema

Frank Hollmann
Head of Market Zone Asia Pacific
KHS GmbH, Bad Kreuznach

Telefon: +49 671 852-2888
E-Mail: frank.hollmann@khs.com

Kurt Hofmann
Managing Director KHS Pacific Pty. Ltd.
Tullamarine, VIC, Australien

Telefon: +61 3 9335-1331
E-Mail: kurt.hofmann@khs.com