Man schreibt das Jahr 1829: David Gottlieb Jüngling, erst kürzlich aus dem deutschen Aldingen nach Amerika emigriert, gründet in Pottsville, Pennsylvania, seine kleine Eagle-Brauerei. Dort gibt es einen Fluss mit gutem Quellwasser und eine florierende Steinkohleindustrie – also viele durstige Bergarbeiter als Kunden. Sein erstes Bier der Marke Traditional Lager braut er so, wie er’s vom Vater daheim gelernt hat. Jüngling ändert seinen Namen in Yuengling und hat schnell Erfolg, beliefert drei Jahre später bereits 27 Gaststätten.

Gut 180 Jahre später – die Brauerei ist seit der zweiten Generation in D.G. ­Yuengling & Son umbenannt – verkauft sich das Traditional Lager immer noch prächtig, macht rund 60 Prozent des Ausstoßes von drei Millionen Barrel im Jahr 2013 aus. Damit belegt Yuengling Rang vier in den USA – hinter Anheuser-Busch, SABMiller und Pabst. Allerdings musste das Unternehmen in seiner Historie über immerhin nahezu zwei Jahrhunderte hinweg recht bewegte Zeiten durchstehen.

Beispielsweise während der Prohibition – da stellte Yuengling auf Dünnbier, das Speiseeis einer rasch hinzugekauften Molkerei sowie auf den Betrieb von Tanzhallen in Philadelphia und New York City um. Aus Erleichterung über die Aufhebung des Alkoholverbots 1933 ließ Yuengling Theodore Roosevelt eine LKW-Ladung Bier gratis zukommen. Ob der Präsident sie getrunken hat, ist nicht überliefert; sicher ist aber, dass es danach mit ­Yuengling wieder steil nach oben ging.

1999 stieß der Familienbetrieb mit 750.000 Barrel an seine Auslastungsgrenze; also kaufte Richard (Dick) Yuengling, Inhaber in fünfter Generation, eine ehemalige Brauerei in Tampa, Florida, und baute ein Jahr später eine neue Braustätte am Stammsitz Pottsville. »Das waren die Voraussetzungen für weitere Erfolge«, resümiert Yuengling, »und die stellten sich seitdem auch dauerhaft ein.«

Innokeg AK 5: Übernimmt die perfekte Außenreinigung der Kegs
Innokeg AK 5: Übernimmt die perfekte Außenreinigung der Kegs

2005 investierte Yuengling dann in eine Keg-Linie von KHS in Pottsville; jüngst folgte eine weitere Keg-Anlage für den Standort Tampa – mit einer Leistung von bis zu 420 Kegs pro Stunde. »Die Kunden schätzen unsere traditionelle, handwerkliche Brauweise«, begründet der dortige COO Jim Helmke die Investition. »Deshalb liegt unser Fassbier­ausstoß angesichts unserer Größe mit 30 Prozent recht hoch.«

Die hohen Erwartungen, die sich mit der neuen Linie verbanden und die sich ohne Zweifel aus den bisherigen Erfahrungen mit herausragender Technologie und Dienstleistungen von KHS speisten, haben sich jedenfalls erfüllt: »Wir sind sehr glücklich mit unserer neuen Keg-Linie«, zieht Helmke eine positive Bilanz. »Yuengling kann weiter wachsen.« Die sechste Generation steht bereit.

Ihre Ansprechpartner zu dem Thema

Georg Zuzok
KHS GmbH, Bad Kreuznach

Telefon: +49 671 852-2202
E-Mail: georg.zuzok@khs.com

Tony Parham
KHS USA, Inc.

Telefon: +1 817 296-2582
E-Mail: tony.parham@khs.com

Vollgut-Roboter KHS Innopal RK 5-300 PA: Entnimmt vorpositionierte volle Kegs vom Beladetisch und zentriert sie exakt auf der Palette
Vollgut-Roboter KHS Innopal RK 5-300 PA: Entnimmt vorpositionierte volle Kegs vom Beladetisch und zentriert sie exakt auf der Palette

Neue KHS-Keg-Linie für Yuengling: Wesentliche Features und Pluspunkte

1. Wartungsfreundliches Design …

… macht die Linie konsequent übersichtlich sowie zugänglich und reduziert das erforderliche Bedienungspersonal auf maximal drei Mitarbeiter.

2. Modernste Knickarmroboter …

… ent-/bepalettieren das Keg-Leergut/-Vollgut und passen sich flexibel an die jeweilige Produktionsgeschwindigkeit an – ruckfrei, präzise, materialschonend. Damit lassen sich die Bewegungsabläufe bei neuen Keg-Größen einfach anpassen.

3. Flexible Außenreinigung …

… vollzieht der modular aufgebaute Innokeg AK 5/2 für wechselnde Keg-Varianten, ohne die Produktion zu unterbrechen.

4. Effiziente Innenreinigung …

… übernehmen drei parallel zueinander aufgestellte Innokeg Transomat 5/1 Duo mit je zwei Behandlungssträngen – und diese jeweils mit fünf Reinigungs- und Sterilisationsstationen sowie einer Füllstation.

5. Sauerstoffarmer Füllprozess …

… basiert auf dem DFC-Füllsystem mit Volumenstromregelung. Dabei liegt die Vorspannung leicht über dem CO₂-Sättigungsgrad. Das reduziert den Verbrauch von Kohlensäure gegenüber herkömmlichen Abfülllösungen um bis zu 40 Prozent.

6. Fehlerfreie Palettierung …

… mit dem Knickarmroboter. Er übernimmt die dreilagige Palettierung der Kegs – mit acht Stück pro Lage bei Quarter-Barrel-Kegs und vier bei Half-Barrel-Kegs. Ein nachgeschalteter Folienwickler sichert die Ladung.

»Mit der neuen Keg-Linie von KHS stehen uns künftig alle Möglichkeiten offen. Wir bleiben auch bei neuen Kunden- oder Verbraucherwünschen wettbewerbsfähig.«

Richard (Dick) Yuengling
Inhaber von D.G. Yuengling & Son

Die Formel USA: Keg = KHS ...

... ob klassisches Stahl-Keg oder innovatives PETAINER®-Keg

Wer in den Vereinigten Staaten von Amerika »Keg« sagt, der muss auch von KHS sprechen. Denn immerhin laufen seit mehr als 30 Jahren viele Dutzend sowohl kleine halbautomatische als auch große vollautomatische Keg-Anlagen von KHS (bis zu 1.000 Kegs pro Stunde) erfolgreich in großen wie kleineren US-amerikanischen Brauereien.

So wie die Craft Brewery Yuengling – sie setzte 2005 erstmals auf die weltweit anerkannte Keg-Technologie und legte nun mit einer weiteren Keg-Linie nach (420 Kegs stündlich) – vertraut die amerikanische Brauwirtschaft auf das über viele Jahrzehnte gewachsene Know-how der Experten von KHS, ihre Erfahrung und Kompetenz.

Aktuell diskutieren die Fachleute in Hausbrauereien wie in Konzernen über eine Alternative zum klassischen, bewährten Stahl-Keg: das PETAINER®-Keg. Und wie nicht anders zu erwarten, hält KHS auch für das moderne PET-Einmal-Keg die richtige Lösung bereit – je nach Bedürfnissen und Wünschen des Kunden. Gleich auf den Punkt gebracht: Das innovative PETAINER®-Keg-System von KHS (es bindet große Converter flächendeckend mit ein) revolutioniert das Kostenmanagement der Abfüllbranche:

  1. Der Aufwand für Rückführung, Lagerung und Reinigung dieser Einweg-Kegs sowie das Pfandgeld entfallen, so dass
  2. die Logistikkosten gegenüber Stahl-Kegs um 20 bis 30 Prozent sinken.

Hinzu kommt, dass die praktischen Einweggebinde den Brauereien besonders in der Hochsaison, wenn Stahl-Kegs zur Mangelware geraten können, ermöglichen, flexibel auf Absatzsprünge zu reagieren. Andererseits hängt die Entscheidung pro oder kontra PETAINER®-Keg davon ab, welche Wege die Kegs des jeweiligen Unternehmens zurücklegen. Faustformel: Je weiter der Weg, desto eher kommt PETAINER®-Keg infrage (landesweite Distribution, Export).

Entscheidend: Spielen die Keg-Anlagen mit?

Die gute Nachricht vorweg: Keg-Maschinen von KHS sind so flexibel, dass sie mit Einweggebinden genauso gut arbeiten können wie mit konventionellen Mehrwegstahlfässern.

Ohne größere Umrüstarbeiten verarbeiten auch bereits laufende Anlagen optional Einweg-Kegs. Die Keg-Servicespezialisten von KHS helfen hier gern und rasch weiter.

Die beste Nachricht zum Schluss: Weiterhin bietet KHS für alle Belange jeder einzelnen Brauerei die richtige Lösung, denn jeder Fall liegt bekanntlich anders. Allerdings haben sämtliche Keg-Anlagen von KHS diese drei elementaren Vorteile gemeinsam:

  • produktschonendes Füllen mit Direct Flow Control (DFC)
  • energiesparendes Füllen mit Heiß­wasserkaskaden, das heißt: Das System verwendet Wasser mehrmals
  • stufenweise Mehrfachverwendung von Wasser zur Innen- und Außenreinigung spart gleichzeitig Energie und Frischwasser
Innokeg AK 5: Übernimmt die perfekte Außenreinigung der Kegs
Vollgut-Roboter KHS Innopal RK 5-300 PA: Entnimmt vorpositionierte volle Kegs vom Beladetisch und zentriert sie exakt auf der Palette
drinktec 2013 – Im Dialog mit Kunden: Auf dem Messestand der KHS erläutert Rainer Deutschmann, Global Product Account Manager Kegtechnik, KHS GmbH, die Nutzungsvorteile der Einweg-PETAINER®-Kegs
Die KHS PETAINER®-Keg-Familie: Erhältlich mit Fassungsvermögen von 15, 20 und 30 Litern – hier 20-Liter-PETAINER®-Kegs abgebildet

Ihre Ansprechpartner zu dem Thema

Rainer Deutschmann
KHS GmbH, Bad Kreuznach

Telefon: +49 671 852-2977
E-Mail: rainer.deutschmann@khs.com